04.01.2026
Aktuelles | Einsatzgeschehen

Winterlicher Dachstuhlbrand nach vermutetem Blitzeinschlag


Am Mittag des 02.01.26 kam es im westlichen Hamburg im Ortsteil Iserbrook zu einem hellen Blitz und anschliessenden Riesenknall, der bis weit in die Umgebung zu hören war. Viele Ohrenzeugen dachten zuerst an einen großen "Polenböller". Etwa 10 Minuten später erfolgte dann die Alarmierung der ersten Kräfte, nachdem Anwohner das Feuer bemerkt hatten.

Was ist passiert?

Nach dem Blitz-/Knallgeschehen kam es zu einem massiven Rauchaustritt aus dem Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses mit zwei Hauseingängen auf einer Länge von ca. 20 Metern. Aufgrund des Schadensbildes wurde die Alarmstufe auf Feuer, 2. Alarm erhöht.

Die Brandbekämpfung erfolgte in einem kombinierten Innen- und Außenangriff. Es wurde je ein C-Rohr in den beiden Eingängen des betroffenen Hauses sowie vorbeugend ein weiteres C-Rohr im Aufgang des versetzt angebauten nächsten Gebäudes vorgenommen. In der Anfangsphase wurde eines der C-Rohre im Außenangriff auf das Dach vorgenommen, um durch das Dach und am First züngelnde Flammen niederzuschlagen. Ein weiteres 4. C-Rohr wurde über den Korb einer Drehleiter vorbereitet, kam aber nicht mehr zum Einsatz.

Es gelang das Feuer vor Übergreifen auf die andere Haushälfte unter Kontrolle zu bringen und durch eine Riegelstellung eine Ausbreitung auf das Nachbargebäude zu verhindern. Die Polizei ermittelt die Brandursache. Ein Blitzeinschlag kann wegen der zum Ereigniszeitpunkt für die Region geltenden Gewitterwarnung nicht ausgeschlossen werden.

Wer war vor Ort?

FF Sülldorf-Iserbrook
FF Osdorf
FF Rissen
FF Eppendorf m. GKW/LiMa
Bereichsführer Altona

Was waren die Aufgaben?

Die als erstes eintreffende FF Sülldorf-Iserbrook setzte sofort einen Trupp im Außenangriff sowie einen Trupp im Innenangriff des betroffenen Gebäudeteils zur Brandbekämpfung ein. Alle Bewohner hatten das Gebäude bereits verlassen. Aufgrund der ersten Rückmeldung nach Lagebeurteilung durch den Wehrführer Sülldorf-Iserbrook erhöhte der Zugführer der BF Osdorf die Alarmstufe. Die Berufsfeuerwehr schickte einen weiteren Trupp in die noch nicht betroffene Haushälfte und stellte einen Sicherheitstrupp. Gemeinsam wurde eine erste Wasserversorgung über vom Schnee bedeckte und deshalb zum Teil schwierig zu findende Unterflurhydranten aufgebaut.

Die dem 2. Löschzug zugeordnete FF Osdorf unterstützte beim weiteren Aufbau der Wasserversorgung, nahm ein Rohr in den versetzt angebauten Gebäudeteil vor und stellte ebenfalls einen Sicherheitstrupp, der dann durch einen Sicherheitstrupp der FF Rissen ergänzt wurde, die als 3. FF alarmiert war. Es waren in den drei Gebäudeeingängen je ein Atemschutztrupp eingesetzt sowie im weiteren Verlauf zwei Druckbelüfter. Die FF Eppendorf war wegen Spezialgeräts zur Dachöffnung vor Ort, wurde jedoch nicht mehr eingesetzt.

Der Bereichsführer Altona koordinierte die Einsatzmassnahmen der FF zusammen mit den Zugführern aus Osdorf und Stellingen sowie dem B-Dienst West.

- [m.tropp]





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